Hansestadt Stralsund

Nach Rügen über die schöne neue Rügenbrücke zu fahren und die Hansestadt Stralsund, im wahrsten Wortsinn, links liegen zu lassen ist völlig in Ordnung. Wer sich aber auf dem Rückweg vom Panorama, der sich über die Gestade des Strelasundes erhebenden Skyline Stralsunds unbeeindruckt zeigt, ist ein armer Wicht, denn erkennt dich nicht, mein Stralsund (sehr frei nach Hans Albers). Aber im Ernst auf Rügen Urlaub zu machen und nicht wenigstens einmal Stralsund besucht zu haben, ist wirklich bedauerlich, denn diese UNESCO Weltkulturerbestätte hat so unglaublich viel zu bieten.

Wir haben für Sie mal einen Tag in Stralsund durchgeplant. So könnte ein Tag in Stralsund aussehen >>

Wenn der Winter in Stralsund Einzug hält, ist das für einige Neustralsunder Grund zur Freude. Sie fühlen sich umso wohler, je tiefer die Temperaturen sinken, unsere Pinguine. Die Pinguinanlage im Ozeaneum wurde nach Fertigstellung gleich zum Highlight. Seit das neue Haus des Deutschen Museums für Meereskunde vor einigen Jahren eröffnet wurde, bricht es alle Besucherrekorde.

Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich das größte und wohl auch schönste Aquarium Europas. Der futuristische, strahlend weiße Bau im alten Hafen unterbricht das überwiegende Backsteinrot der 400järigen Speicher aus der Hansezeit und bildet einen reizvollen Kontrast im grandiosen Bild der gleichsam aus dem Strelasund wachsenden Skyline, die von den drei großen Kirchen dominiert wird.

Daneben gibt es auch noch einen Dom, den Hansedom. Allerdings ist das kein Sakralbau, obwohl...? Vielleicht eher eine Frage des philosophischen Standpunktes. Am westlichen Stadtrand wurde für knapp 100 Mio. Euro einer der schönsten und modernsten Tempel der Wellnesskultur und des Badespaßes errichtet. Sport, Fitness, Saunalandschaft vom feinsten, Beautyfarm und Spaßbad auf rund 121.000 qm - einzigartig in Europa.

 

 

Die Marienkirche am Neuen Markt kann sich rühmen das höchste (noch ein Rekord) Kirchenschiff in ganz Norddeutschland zu besitzen, neben der berühmten, unlängst sanierten Stellwagenorgel. Die Stralsunder neigten offenbar schon früher etwas zur voluminösen Übertreibung. Aber man hat natürlich auch allen Grund heute mit Stolz auf das in den vergangenen 20 Jahren geleistete zu verweisen. Von den 823 Einzeldenkmalen im Stadtgebiet, vorwiegend Gebäude, sind 628 bereits saniert, an anderen, wie den großen Hafenspeichern, wird mit Hochdruck gearbeitet. Viele der Häuser sind im Privatbesitz und wurden von den Eigentümern mit viel Engagement und nicht selten auch erheblichem finanziellen Aufwand liebevoll restauriert. Viele der sonst nicht zugänglichen Häuser öffnen sich am Tag des offenen Denkmals für Besucher. Die mittelalterliche Stadtstruktur mit Straßen und Quartieren der von drei Teichen und dem Strelasund umschlossenen Altstadt ist bis heute erhalten geblieben. Altstadt und Hafen bilden ein einzigartiges, geschlossenes Ensemble Jahrhunderte langer Stadtentwicklung. Imposante Bauwerke aus über 800 Jahren zeugen von Aufstieg und Reichtum aber auch von Niedergang und Verfall in der wechselvollen Geschichte der Stadt. Dennoch ist Stralsund kein riesiges Freilichtmuseum, sondern eine lebens- und liebenswerte Stadt mit maritimen Flair. Das Leben in Stralsund war und ist geprägt von Schifffahrt, Schiffbau, Handel und natürlich dem Tourismus. Letzterer entwickelt sich zu einem immer bedeutenderen Wirtschaftszweig.

Es ist völlig unmöglich die vielen Sehenswürdigkeiten Stralsunds hier aufzuzählen. Aus den vielen architektonischen Highlights ist jedoch besonders der Alte Markt hervorzuheben. Hier finden sich mit einem Rundumblick 800 Jahre Baugeschichte auf wenigen hundert Quadratmetern. Die Nikolaikirche und das Rathaus mit dem imposanten Schmuckgiebel aus dem 14./15. Jh. im Süden, Giebelhäuser aus dem 16.u. 17.Jh. im Osten, Profanbauten des 19. Jh. im Westen und im Norden das älteste Haus der Stadt aus dem 13. Jh. neben Bauten aus dem 20. Jh.